Speziell für Frauen, die schwere Monatsblutungen (Menorrhagien) als störend empfinden und welche sich durch bisher durchgeführte
Hormontherapien oder Ähnliches nicht befriedigend verbessern ließen, hat Dr. Alexander Ast, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie
und Geburtshilfe, an den Evangelischen Kliniken Gelsenkirchen eine Operationsmethode: die operative Endometriumablation mit Hilfe des Gold-Rollerballs.
Dieses System bedient sich eines in der Gebärmutterhöhle einsetzbaren Rollerballes, welcher mit Gold bedampft ist. Durch die Verödung
der Gebärmutterschleimhaut hiermit innerhalb kurzer Zeit wird die Gebärmutterschleimhaut nachhaltig verödet. Zu über 90% werden
die Blutungsstörungen erfolgreich bis zum kompletten Ausbleiben der Blutungen behandelt. Häufig ist daraufhin keine Gebärmutterentfernung
mehr notwendig. Ein weiterer Vorteil dieses Verfahren ist, das auch gutartige Gebärmutterknoten (Myome), die sich in der Gebärmutter befinden
mit entfernt werden können.
Der Eingriff findet unter permanenter bildgebender Kontrolle statt, so dass eine maximale Sicherheit des Eingriffs gegeben werden kann: der Operateur
sieht was er macht. Wichtig ist, dass es sich um eine patientenindividuelle Therapie handelt: es können verschiedene Blutungsursachen behoben
werden (Gebärmutterschleimhaut, Polypen, Myome).
Diese erfolgreiche und nachhaltige Endometriumablation kann nahezu bei allen Frauen mit starken Monatsblutungen eingesetzt werden. Auch bei Frauen,
die eine Kaiserschnittentbindung hinter sich haben, ist dieses Verfahren anwendbar. Dies ist ein weiterer großer Vorteil der Operationstechnik.
Die endoskopische Gebärmutterentfernung (Schlüssellochtechnik) wird in unserer Klinik häufig durchgeführt.
Diese bietet sich an, wenn andere Verfahren eine Blutungsstörung (siehe oben) zu beheben nicht eingesetzt werden können,
oder aber bei der Patientin Gründe gegen den Gebärmuttererhalt sprechen.
Dieses Verfahren wird mit drei kleinen Einstichstellen (Zwei im Bereich der Schamhaargrenze, Einer im Nabelbereich) durchgeführt.
Das Besondere dieses Verfahrens ist, neben der fast 100% Blutungsfreiheit nach Operation der Erhalt der tiefen Mutterbänder und
damit eine mögliche Vorbeugung einer späteren Senkung der Blase und des Darms.
Dafür wird auch der Gebärmutterhals erhalten, in den die Mutterbänder münden. Ein weiterer Vorteil: durch die
minimalinvasive Operationstechnik und die kurze Operationszeit sind die Patientinnen häufig noch am Operationstag mobil und können
nach ein bis zwei Nächten entlassen werden. Dadurch sind deutlich kürzere Krankenhausaufenthalte als bisher bei der
Gebärmutterentfernung nötig.
Welches Verfahren für Sie in Frage kommen kann, können Sie am Besten mit Ihrem Frauenarzt besprechen. Dieser kann Sie auch mit
Fragen zu Blutungsstörungen und deren Therapie mit einer einfachen Überweisung uns vorstellen.
Telefonnummer der gynäkologischen Ambulanz: 0209/1601201.
Die beiden Filme stellen Ihnen das jeweilige Operationsverfahren vor. Gerne können Sie Fragen hierzu ebenfalls über die Telefonnummer 0209/1601201 an uns stellen.